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motz rotz kotz blog: Life sucks

motz rotz kotz blog

Life sucks

Moin. Ihr sollt es als erste erfahren: gestern hat sie mir den Laufpass gegeben. Unglaublich. Ich war selbst überrascht. Morgens meinte ich noch zu ihr, dass wir in letzter Zeit kaum noch Zeit miteinander verbringen und dass das wahrscheinlich zu Lasten unserer Beziehung gehen könnte. Daauf antwortete sie kleinlaut und ich fragte sie, ob sie mich überhaupt noch in dem Ausmaß lieben würde, wie ich sie. Darüber sei sie sich nicht so sicher. Damit ging sie zur Arbeit, während ich erstmal eine halbe Stunde auf dem Küchenboden flennte.
Abends nahmen wir das Gespräch nochmal auf, jetzt käme sie zu der Einsicht, dass wir von unseren Persönlichkeiten her nicht zueinander passen würden. Sie brachte Kritikpunkte vor, die ich gut nachvollziehen konnte und schloss mit der Ansicht, dass ich mich nicht ändern könne und wenn doch, dann wäre das nicht mehr ich. Sehr schön, damit hat sie auch wirklich keinen Weg mehr offengelassen. Und das hat sie nicht erst gestern rausgefunden, sondern daran knobelte sie schon die letzten drei Monate. Nur damit das nochmal klar ist: sie ist Psychologin und Familientherapeutin! Tja, was nun. Im Moment schwanke ich zwischen Weinkrampf und dem hyperaktiven Versuch, ihr zu zeigen, dass ich mich doch ändern kann, ohne mich dabei selbst zu verleugnen, letzteres bevorzugt.

motz

Kommentare

  1. So, gestern kam nun das “Wann ziehst du aus”-Gespräch. War ja absehbar. Aber diese Härte, mit die mir entgegenschlägt, überrascht mich wirklich. So kenne ich sie nicht. Von einem Tag zum Nächsten hat sie ihr Verhalten mir gegenüber komplett gewandelt. Ich glaube sowas können nur Frauen. Männer können spitz wie Lumpi sein und der Frau das Blaue vom Himmel versprechen, aber um wirklich Liebe zu heucheln bedarf es schon einer sehr naiven Frau, die diesen Schmonsens glaubt. Sie hingegen schaute mich noch vor ein paar Wochen mit großen Augen an, lächelte und sagte.. aber halt. Vielleicht bin ich ja auch nur unheimlich naiv. Damals als alles anfing, wollte ich diesmal auf Nummer sicher gehen und mich nicht Hals-über-Kopf verlieben, diesmal wollte ich nicht der Dumme sein. Diesmal gings wirklich gut. Bis jetzt.
    Und nun tritt sie auf mich ein, bis ich am Boden liege, hält dann inne um mir den Kopf zu streicheln und mich zu trösten, sie will ja auch kein schlechtes Gewissen dabei haben, und wenn ich dann zu ihr aufblicke und sich Hoffnung rührt habe ich schon den nächsten Stiefel in der Fresse. Und ich Idiot, ich liebe sie immer noch.

    Motz · Sep 23, 12:02 · #

  2. Man, man, vorhin hatten wir wieder ein Gespräch am Frühstückstisch und sie vermittelt mir immer mehr den Eindruck, dass sie einfach eine Frau ist und wie eine behandelt werden will. Das klingt offensichtlich, aber bisher hat sie immer die selbstbewusste, emanzipierte Eigenbrötlerin gespielt, um die man sich keine Sorgen zu machen braucht, weil sie schon allein mit sich selbst locker klarkommt. Aber nun erzählt sie mir, dass sie jemanden haben will, der sie in den Arm nimmt und ihr glaubhaft versichern kann, dass alles gut wird. Und so ein Typ wäre ich absolut nicht.
    Und wie kommt es zu dem Sinneswandel? Vor einem Jahr noch war sie in einer Klapse fest angestellt, hatte primär Kerle, introvertierte Pussis und Psychopathen in ihrem Umfeld. Diverse Nebenjobs sicherten ihr die finanzielle Freiheit und den passenden “ihr könnt mich mal” – Dünkel. Dann wollte sie sich weiterentwickeln, rutschte in die Selbstständigkeit und machte ein paar Monate richtig Kohle, bis plötzlich ihr Verein die Spielregeln änderte und dessen Mitglieder nicht mehr hauptberuflich dort arbeiten durften. Scheinselbstständigkeit und so. Seitdem bastelt sie mit ihrer Kollegin und fast besten Freundin an diversen Konzepten für weitere Projekte, nörgelt über die Ineffizienz ihrer Anstellung, wo auf eine Arbeitsstunde eine unbezahlte Stunde im Auto kommt und entdeckt vermittelt über diese Kollegin und Freundin ihre mädchenhafte Seite. Nun springt sie mit knallrotem Jäckchen und fingerdicken Modeschmuck-Klunkern durch die Landschaft und gibt sich Existenzängsten hin, über die sie eine starke Männerfigur hinwegtrösten soll, der sie aber auf gar keinen Fall davon erzählen müssen will. Wie bescheuert. Nein halt, ich kann das schon nachvollziehen, aber eigentlich könnte sie das auch selbst rausfinden und sich an ihrem eigenen Stolz aufrichten. Den hat sie ja.
    Aber warum sich darüber aufregen. Je unvollkommener sie ist, desto eher glaube ich daran, dass sie sich auch längerfristig mit einem unvollkommenen Kerl wie mir arrangieren kann. Und ich kann mir immer noch eine Leben ohne ihr Lächeln nur unter Schmerzen vorstellen. Und was machen wir jetzt damit? Sie ist eine Frau und ich werde sie jetzt auch so behandeln. Höflich und zuvorkommend, aber ich bin der Macker, fertig. Vielleicht fruchtet es, vielleicht nicht, aber wenn sie den Stereotypen-Scheiss haben will, dann kann sie den haben.

    Motz · Okt 8, 12:29 · #

  3. Sie trägt fingerdicke Modeschmuckklunker???? Igitt. Der Rest klingt nach spezifisch weiblicher Quarterlifecrisis… nur schade, dass du zwischen ihre Fronten geraten bist.

    die Schnepfe · Okt 18, 17:44 · #

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