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motz rotz kotz blog: Rechnungsprüfer

motz rotz kotz blog

Rechnungsprüfer

Ich werde übernommen! Juchu! Die Sache hat allerdings einen Haken. Bisher habe ich einen Job gemacht, auf den ich keinen Bock hatte, den ich mir aber schönreden konnte: Immerhin konnte ich mit den Kunden französisch sprechen! Ab jetzt habe ich einen Job auf den ich noch weniger Bock habe und den ich mir nicht mal schöntrinken könnte: Ich kontrolliere Rechnungen, trage sie in dutzende Excel-Tabellen ein und gebe sie zur Zahlung frei.

Dummerweise gab es keine Stelle in meinem Bewerbungsverfahren, an der ich laut und deutlich hätte STOP rufen können. Alle Info über meinen zukünftigen Tätigkeitsbereich erreichten mich nämlich auf Umwegen und in scheinbar harmlosen Nebensätzen versteckt. Ursprünglich hieß es, ich sollte möglichst die Arbeit weitermachen, die ich bisher gemacht habe und dazu noch neue Aufgabenbereiche zugeteilt bekommen. So weit, so gut.

Letzten Freitag rief mich mein Vorgesetzter nachmittags auf dem Handy an – er hatte nicht mitbekommen, dass ich schon gegangen war – und teilte mir mit, dass ich ab Montag in den oben skizzierten Rechnungs-Job eingearbeitet werde. Er wollte mir das dann doch noch mitteilen, bevor er in Urlaub geht, damit ich nicht so überrascht bin. Aha.

Heute habe ich innerhalb eines Gesprächs, aber in zwei Nebensätzen versteckt, erfahren, dass die mich einarbeitende Kollegin in einer guten Woche in Urlaub geht und ich bis dahin in die wesentlichen Prozesse eingearbeitet sein sollte. UND: Dass ich meinen bisherigen Job bis auf Weiteres nicht weitermachen soll, weder in der Einarbeitungsphase noch danach. Wer meine bisherige Arbeit ab jetzt machen soll, ist übrigens noch nicht geklärt.

Und gefragt hat mich auch niemand, ob ich diesen Job eigentlich machen will. Beworben hätte ich mich darauf jedenfalls nicht. Aber zu dem Zeitpunkt sah ja auch alles noch ganz anders aus.

Kotzen könnt ich.

die schnepfende Schimpfe

Kommentare

  1. Bei uns heisst es immer: ich könnte im Strahl kotzen!

    Das ist auch das Erste, was wir unseren ausländischen Gästen immer beibringen. Egal.
    Bei deiner Schilderung musste ich an “Helden wie wir” denken, wo er ohne zu wollen bei der Stasi landet und immer nur hört: na sie wissen ja, wo sie jetzt sind.. Lohnt sich wenigstens der nervliche Mehraufwand finanziell oder wirst du dich in absehbarer Zeit wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen? Mein Beileid hast du jedenfalls.

    Motz · Mai 19, 11:28 · #

  2. Apropos Helden: Ich habe meinem Chef gestern gesagt, dass ich diesen Rechnungsjob nicht machen werde und dass ich den Arbeitsvertrag erst unterschreibe, wenn er jemanden dafür gefunden hat (sonst bleibe ich am Ende doch drauf sitzen). Als ich ihm dann noch sagte, dass ich lieber bei Manpower bleibe, statt hier einen Kack-Job zu machen, hat er ziemlich blöd geschaut. Ich denke, ich werde bekommen, was ich will. :D

    die Schnepfe · Mai 20, 11:17 · #

  3. Huwow.. Respekt! Sowas wäre mir erst ein halbes Jahr zu spät eingefallen.

    Motz · Mai 20, 11:41 · #

  4. Ein kleines Update am Rande: Ich habe die Sache tatsächlich durchgezogen und bleibe jetzt bei Manpower. Scheint aber auch die richtige Entscheidung gewesen zu sein: Chefs und Kollegen sind beeindruckt und schauen mir mit stillem Respekt hinterher und mit den Bewerbungen läuft es auch besser. Es sieht so aus, als hätte ich Ende des Jahres einen Job, der mir Spaß macht. Nur leben werde ich davon wohl nicht können. ;)

    die Schimpfe · Jun 1, 23:18 · #

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