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motz rotz kotz blog: Philosophie für Verliebte

motz rotz kotz blog

Philosophie für Verliebte

Hm. Ich blogge jetzt mal wohl oder übel ganz doll anonym – habe nämlich meinen textpattern-account-Zugang verbummelt und nur noch den hier gefunden. Könnt ja dann mal raten, wer ich bin. Haha.

Also. Hier kommt die ultimative Frühlingsfrage. Ist auch ganz ernst gemeint, weil die mich gerade ein wenig umtreibt.

Was heißt es eigentlich, jemanden zu lieben? Als erste mögliche Antwort fiel mir ein: Nicht ohne den geliebten Menschen leben zu können. Das geht aber nicht (Eltern-Kind-Liebe mal ausgeschlossen). Denn: Jeder lebt sein eigenes Leben, deshalb muss ich auch meins mehr oder weniger allein leben können.
Wenn wir bei dem Ansatz bleiben, wäre eine weitere mögliche Antwort: Lieber mit dem geliebten Menschen zu leben als ohne ihn. Das ist aber auch ein wenig lau und trifft auf viele der mich umgebenden Menschen zu.
Jemanden zu lieben weil er/sie toll ist, finde ich auch etwas ungenau formuliert. Mein Lieben hat nämlich immer damit zu tun, wie der Mensch mir gegenüber toll ist. Deshalb könnte ich auch nie Scarlett Johansson, Tokio Hotel oder Krethi und Plethi lieben. Die verhalten sich ja nicht zu mir. Naja, ich könnte ihnen vorwerfen, dass sie mich ignorieren, aber eigentlich auch nur unbewusst, sie hatten nämlich bisher nicht die Chance mich wahrzunehmen, weil ich mich ihnen gegenüber rar gemacht habe.
Und die Biologie möchte ich da auch nicht bemühen. Die erklärt vielleicht ausreichend, warum man auf einige Exemplare des anderen Geschlechts abfährt, aber nicht, warum man einige von ihnen nur ein paar Wochen sexuell anziehend findet und mit anderen das ganze Leben verbringen möchte und zwar über die Phase der Fortpflanzungsfähigkeit hinaus.

Ich bin ratlos. Also bitte, andere Lösungsvorschläge!

Anonymous

Kommentare

  1. Liebe = Suchtverhalten + Verlustangst

    Das klingt bestimmt ganz furchtbar, ist so aber nicht gemeint. Seltsamerweise kann man sich in so ziemlich alles verlieben, in einen anderen Menschen jeden Alters und Geschlechts bis hin zum Rasenmäher. Bei ungewöhnlichen Objekten der Begierde interveniert zwar die Gesellschaft und nennt das anormal, die Motivation dahinter ist aber allen gemein.

    Anonymous tw/oo · Apr 25, 11:42 · #

  2. Also doch unabhängig vom Gegenüber und seiner Liebe zu mir? Ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden lange zu lieben nicht höher, wenn derjenige einen auf die richtige Art zurückliebt? Sonst kommt Frust als weitere Variable in die Gleichung und bringt alles durcheinander…

    Anonymous · Apr 25, 13:36 · #

  3. Ich kenne ja nur meinen Blickwinkel und stelle aus ihm heraus fest, dass die Liebe endlich, auf grundverschiedene Menschen projizerbar und nicht beeinflußbar ist. Das wird bestimmt in Dauer und Stärke individuell verschieden sein, das Muster ist aber bestimmt ähnlich. Wenn die Liebe keine Erwiderung findet, verlöscht sie langsam, was aber besser ist, als ein plötzliches Entrücken durch höhere Gewalt (Autounfall etc.), darüber kommt man wohl richtig schlecht hinweg.

    Anonymous tw/oo · Apr 25, 14:24 · #

  4. Meiner Meinung nach hat Liebe noch die wichtige Eigenschaft unabhängig vom Verstand zu sein und somit Großenteils komplett hirnrissig. Wenn ich an die Geliebten meiner Vergangenheit zurückdenke, könnte ich bei den meisten keinen vernünftigen Grund angeben. Und deine Liebe ist garantiert unabhängig von deinem Gegenüber. Sicherlich wird sie irgendwann verlöschen, wenn sie nicht erwidert wird, aber im Normalfall doch erst, wenn sie ein neues Ziel gefunden hat. Das traurigste was ich je gesehen habe, war eine ca. 80jährige Frau, deren Sohn sie viele Jahre finanziell ausgenutzt hat. Traurig war sie aber, weil dieser nichts mehr mit ihr zu tunhaben wollte, als dieser Zustand von einem Sozialarbeiter unterbrochen wurde. Ihre Liebe wird kein neues Ziel finden, man hat nur einen Sohn.

    Cpt'n 08/15 · Apr 29, 10:11 · #

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